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Kosenamen in der Liebe: Schatz, Liebling & Co. – Chancen und Fallstricke

Kosenamen wie „Liebling“ oder „Schatz“ wirken in Beziehungen oft als kleine, wiederkehrende „Nähe-Signale“: Sie können Verbundenheit, Zuneigung und ein gemeinsames Wir-Gefühl stärken – vorausgesetzt, beide fühlen sich damit wohl. Gleichzeitig hängt ihre Wirkung stark von Kontext, Tonfall und Zustimmung ab: Was intim gemeint ist, kann sonst schnell abwertend, vereinnahmend oder manipulativ wirken.

​Warum viele Menschen Kosenamen nutzen?

  • Nähe und Zugehörigkeit: Kosenamen dienen häufig dazu, emotionale Nähe herzustellen und Sympathie auszudrücken – nicht nur in Paarbeziehungen, sondern auch in anderen engen Beziehungen.​

  • Exklusivität und Intimität: In Partnerschaften können Kosenamen ein Gefühl von Besonderheit („das ist unser Ding“) und emotionaler Vertrautheit vermitteln.                                                                                                  

  • Gewohnheit und soziale Codes: Klassische Kosenamen wie „Schatz“ oder „Hase“ sind kulturell positiv besetzt und werden oft gewählt, weil sie schnell verfügbar und „risikoarm“ sind.​

Wie Kosenamen auf die Beziehung wirken können?

  • Stärkend: Häufig werden Kosenamen als Ausdruck von Zuneigung erlebt und können ein Wir-Gefühl fördern, besonders wenn sie mit gemeinsamen Erlebnissen oder Insider-Momenten verknüpft sind.​

  • Hinweis auf Beziehungsqualität (nicht als „Beweis“ zu verstehen): In einer älteren Studie wurde ein Zusammenhang beschrieben, dass zufriedenere Paare häufiger Kosenamen verwenden als unzufriedenere.​

  • Ambivalent je nach Situation: Dieselbe Anrede kann in einem liebevollen Moment verbinden, in Streit- oder Drucksituationen aber als „Beschwichtigung“ oder subtile Einflussnahme erlebt werden.​

Wann Kosenamen problematisch werden können.

  • Wenn sie Grenzen überschreiten: Nicht jede Person mag Kosenamen; dann können sie Distanz, Ärger oder Scham auslösen statt Nähe.​

  • Wenn sie Machtgefälle markieren: Kosenamen können auch herabsetzend oder rollenzuweisend verwendet werden (z.B. im Sinne von „verniedlichen“), was besonders im öffentlichen oder beruflichen Kontext problematisch sein kann.​

  • Wenn sie „als Mittel zum Zweck“ genutzt werden: In Bitten oder Konflikten („Schatz, mach doch…“) kann die Anrede als Druckmittel wirken, statt als echte Zuwendung.

Professionelle Empfehlung für Paare.

Hilfreich ist eine einfache gemeinsame Regel: Kosenamen sind dann beziehungsförderlich, wenn sie freiwillig, stimmig und situationsangemessen sind – und beide sie als Wertschätzung erleben. Paare können das kurz klären: „Welche Anreden fühlen sich für dich gut an – und in welchen Momenten lieber nicht (z.B. vor anderen oder im Streit)?“

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